Aus der Forschung: COVID-19 Risikofaktoren bei Menschen mit angeborenem Herzfehler

Ältere Menschen mit Herzerkrankungen haben ein erhöhtes Risiko für COVID-19 Komplikationen und benötigen besonderen Schutz (z.B. am Arbeitsplatz) oder werden bevorzugt geimpft.

Wie sieht dieses Risiko für Menschen mit angeborenem Herzfehler aus? Sind sie aufgrund des Herzfehlers ebenfalls gefährdet oder schützt sie ihr jüngeres Alter?

Unter Leitung des Zentrums für angeborene Herzfehler am Inselspital wurden Daten aus 9 europäischen Ländern zu ACHD-Patienten/-innen (ACHD: adults with congenital heart disease) gesammelt, die an COVID-19 erkrankten.

Es zeigte sich, dass bei diesen Patientinnen und Patienten nicht der Schweregrad des Herzfehlers das Komplikations-Risiko bestimmt, sondern ihr Alter, allfälliges Übergewicht und die Häufigkeit zusätzlicher Erkrankungen (z.B. Lungenprobleme, Nierenerkrankungen, Immunschwäche, etc.) ausschlaggebend sind. Ausnahmen sind ACHD-Patienten/-innen mit chronischer Zyanose - diese sind allein aufgrund ihres Herzfehlers besonders gefährdet.


In anderen Worten müssen sich junge ACHD-Patienten/-innen ohne Zusatzerkrankungen selbst mit komplexem Herzfehler weniger Sorgen bezüglich COVID-19 Komplikationen machen, während ältere ACHD-Patienten/-innen mit zusätzlichen Erkrankungen selbst mit einfachen Herzfehler deutlich gefährdet sind.

Dies sind weltweit die ersten Daten dieser Art bei ACHD-Patienten/-innen und erleichtern die Beratung dieser oft jungen Patientinnen und Patienten bei Fragen zu COVID-19.

COVID-19 Risikofaktoren bei Patientinnen und Patienten mit angeborenem Herzfehler

Aus der Forschung