Kardiale Bildgebung


Der Aufgabenbereich der Echokardiographie wurde über die Routine-Untersuchungen hinaus erweitert auf Notfall-Untersuchungen im ganzen Inselspital, insbesondere auf der Intensivstation und im Operationssaal, sowie zusätzlich auf die Führung komplexer interventioneller Prozeduren (sog. interventional guiding). Der steigende Bedarf auf mittlerweile zirka 13‘000 Untersuchungen pro Jahr konnte durch die Beschaffung eines weiteren Ultraschallgerätes, eines neuen Echoraumes sowie durch Erweiterung des Bereichspersonals befriedigt werden. Zu den wichtigsten Aufgaben gehören zudem die intensive Ausbildung aller Kardiologie-Assistenzärzte in dieser Bildgebungstechnik, sowie die Forschung und Entwicklung. Dazu hat im Jahr 2016 die Insel Gruppe AG ein neues Magnetresonanztomographie-Gerät für Herzuntersuchungen im Tiefenauspital angeschafft. Dieses MR Gerät, ein modernes 1.5 Tesla Siemens Aera, eignet sich dank seinem grösseren Durchmesser von 70 statt der bisher üblichen 60cm sowie dem relativ kurzen Magneten besonders für übergewichtige oder an leichter Platzangst leidende Patienten.

Transthorakale Doppler Echokardiographie
Bei der transthorakalen Echokardiographie (TTE) wird die Anatomie und Funktion des Herzens von aussen durch Ultraschall dargestellt. Insbesondere kann geprüft werden, ob Herzklappen undicht oder verengt sind, ob die Herzhöhlen normal gross, der Herzmuskel in seiner Dicke normal ausgebildet ist.
Routinemässig wird auch geprüft, ob die Herzkammern insgesamt und in einzelnen Wandabschnitten normal pumpen (systolische Funktion) und ob sie sich normal mit Blut füllen (diastolische Funktion).
Diese Untersuchung erfolgt ohne jegliche Belastung und ohne Nebenwirkungen für den Patienten. Abgesehen davon, dass er in der Lage sein sollte, während etwa einer halben Stunde auf seiner linken Seite zu liegen, gibt es keine Voraussetzungen oder Vorbereitungen für die Durchführung dieser Untersuchung.

Stressechokardiographie
Im Rahmen einer transthorakalen Echokardiographie kann die Pumpfunktion der Herzkammern auch mittels körperlicher Belastung oder durch pharmakologische Substanzen angetrieben werden.
Damit können Kammerabschnitte gesucht werden, die uns unter Belastung eine Pumpfunktionsstörung zeigen. Die sogenannte Stressechokardiographie dient der Diagnose eines durch die Herzkranzgefässe minderdurchbluteten Abschnitts des Herzmuskels.
Nach Rücksprache mit dem Hausarzt sollten 24 Stunden vor dieser Untersuchung gewisse Medikamente zur Behandlung von Angina pectoris oder Bluthochdruck (sogenannte Betablocker) abgesetzt werden.

Transösophageale Doppler Echokardiographie
Bei gewissen Fragestellungen wird der Herzultraschall über eine in die Speiseröhre eingeführte Ultraschallsonde (transoesophageale Echokardiographie) durchgeführt. In ihrer Durchführung ist diese Untersuchung für den Patienten ähnlich jener der Gastroskopie (Magenspiegelung).
Der Vorteil der TEE ist, dass die Strukturen des Herzens viel genauer dargestellt werden können als von aussen. Dies hängt mit der engen Nachbarschaft der Speiseröhre und des Herzens und mit der Abwesenheit von lufthaltigen Strukturen zwischen beiden zusammen.
Für den Patienten ist diese Untersuchung weniger angenehm als die TTE, indem die Einführung der Sonde in die Speiseröhre vorübergehend einen Würgreiz auslöst. Um diesen zu verringern, wird der Rachen des Patienten lokal unempfindlich gemacht, und es wird ihm ein kurz wirksames Beruhigungsmittel verabreicht. Es handelt sich bei diesen Massnahmen nicht um eine Narkose.

Als Vorbereitung auf diese Untersuchung darf der Patient 6 Stunden nichts gegessen und getrunken haben. Er darf zudem während 4 Stunden danach nicht selber autofahren.

Notwendige Unterlagen

  • Anmeldeformular mit Angaben der speziellen Fragestellung an die Untersuchung
  • Krankengeschichte 

Ansprechpartner

  • Prof. Dr. Christian Seiler, Stv. Chefarzt und Leiter Echokardiographie
  • PD Dr. Andreas Wahl, Leitender Arzt
  • Dr. Patrizia Malagutti, Oberärztin
  • PD Dr. Stefano de Marchi, Oberarzt
  • Dr. Maryam Pavlicek-Bahlo, Oberärztin
  • Dr. Michael Schmid, Spitalfacharzt
  • Dr. Belinda Nazan Walpoth, Oberärztin
  • Dr. Kerstin Wustmann, Oberärztin 
      

Team

Team MRI
Echokardiographie